Beim Hausbau auch an die Anzahl der Steckdosen denken

Kleine Ursache, große Wirkung

Schon seit gefühlten Ewigkeiten ist ein eigenes Haus der Traum vieler Menschen. Ein Traum, den sich jedoch im Zeichen der nach wie vor extrem niedrigen Zinsen für eine Baufinanzierung mehr Menschen erfüllen können, als dieses noch vor geraumer Zeit möglich war. Allerdings gilt es nach wie vor, dass der, der selbst ein Haus bauen möchte bzw. in eigener Regie einen Bauträger dafür beauftragt, dieses sorgfältig planen muss. Dabei macht sicherlich die Planungsphase oft viel Spaß, kann man hier doch oft seine eigenen Vorstellungen mit einfließen lassen. Doch bei aller Sorgfalt in der Planung stellt man hinterher immer wieder fest, dass das eine oder andere vergessen wurde. Und hier können selbst augenscheinliche „Kleinigkeiten“ oft recht teuer werden. Hierzu zählt besonders die Anzahl der Steckdosen. Denn wenn die Stromkreise erst einmal hinter dem Putz verschwunden sind, ist ein Nachrüsten zumeist schwierig. Um diese Kosten dann nach Möglichkeiten zu minimieren, empfiehlt es, während der Bauphase sogenannte Installationsrohre einbauen zu lassen. Mit Hilfe dieser Rohre ist es bei einem späteren Bedarf möglich, neue Stromleitungen zu ziehen, ohne den Putz in den Wänden wieder aufbrechen zu müssen. Noch besser ist es natürlich, sich von Anfang an genügend Steckdosen legen zu lassen.

Richtlinie RAL-RG 678 gibt Empfehlungen

Aber wie viele Steckdosen müssen es sein? Diese Frage ist natürlich nur individuell zu beantworten. Handelt es sich um eher kleine Räume oder eher um große Räume? Vielleicht sogar um im Trend liegende offene Wohnbereiche, bei denen zum Beispiel Küche, Esszimmer und Wohnzimmer zu einem großen Raum verschmelzen? Und auch der modernen Kommunikationstechnik muss Rechnung getragen werden. So will so mancher jeweils separate Steckdosen zum Aufladen seines Smartphone und Tablet haben. So kann also die Frage, wie viele Steckdosen benötigt werden, nicht pauschal beantwortet werden. Eine Hilfestellung bietet allerdings die Richtlinie RAL-RG 678, die jedem Bauträger bekannt sein sollte und die eine Empfehlung für die Anzahl der Steckdosen in den einzelnen Räumen beinhaltet. So werden zum Beispiel für eine Küche in der Größe von 12 bis 20 Quadratmetern 18 Steckdosen empfohlen. Diese hohe Anzahlt trägt dem stetig steigenden Bedarf an Elektrogeräten Rechnung. Auch für die übrigen Räume, also auch Wohnzimmer, empfiehlt die Richtlinie jeweils eine entsprechende Anzahl. Vielleicht ist es auch immer gut, sogar mehr Steckdosen zu planen, als die Richtlinie empfiehlt. Moderne Steckdosen können sich heute vielfach den Wohngeschmack anpassen.