Die Vorschriften der Energieverordnung 2014 sind nicht jedem Hausbesitzer bekannt

Energieversorgung 2014Ein eigenes Heim strahlt nicht nur Behaglichkeit und Freude für den Hausbesitzer und seine Familie aus, sondern auch Sicherheit hinsichtlich der gesetzlichen Anforderungen an entsprechende Energieverordnungen aus, sofern man sein „gebrauchtes“ Haus nach 2009  erworben hat. Grund: seit diesem Jahr gilt die Energieeinsparverordnung (EnEV).  Mit dieser Verordnung sind bautechnische Standardanforderungen zum effizienten Betriebsenergiebedarf vorgegeben.

Allerdings weiß so mancher Hausbesitzer nicht oder noch nicht, dass diese Verordnung durch eine neue Energieeinsparverordnung abgelöst bzw. abgeändert wurde, die seit dem 01. Mai 2014 in Kraft ist. Diese verschärft die energetischen Anforderungen an Neubauten und Bestandsgebäude. Im Klartext bedeutet dieses, dass gegebenenfalls bis Ende 2015 in eine neue Heizung oder eine verbesserte Wärmedämmung investiert werden muss. Bei Nichtbeachtung dieser Vorschriften drohen empfindliche Geldbußen. Zu den Neuerungen, die mit der neuen Verordnung in Kraft getreten sind, gehören unter anderem die Austauschpflicht für alte Heizungen sowie die Präzisierungen der Pflicht zur Wärmedämmung der obersten Geschossdecke.  So müssen zum Beispiel Standheizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betrieben werden, ausgetauscht werden, wenn sie älter als 30 Jahre sind. Stichtag hierfür war der 1. Januar 2015. Das bedeutet also, dass von der Vorschrift alle dementsprechenden Heizungen betroffen sind, die vor 1985 eingebaut wurden.

Allerdings gilt diese Vorschrift nicht für Besitzer eines Ein- und Zweifamilienhauses – die auch selbst in diesem wohnen – wenn das Haus ab 2002 bezogen wurde. Auch die Wärmedämmung dürfte so manchem Hausbesitzer eine Altbestandes Sorge bereiten: nach dem 31. Dezember 2015 müssen die oberste Geschossdecke oder das darüber liegende Dach so gedämmt sein, dass ein Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) von 0,24 nicht überschritten wird. Auch hier drohen bei Nichtbeachtung empfindliche Bußen. Sicherlich ist es aber so, dass es dem einen oder anderen Hausbesitzer schwerfällt zu überprüfen, ob die gesetzlichen Anforderungen an ein Dach oder oberste Geschossdecke erfüllt sind.  Hier empfiehlt es sich, einen Fachmann zu Rate ziehen, wie zum Beispiel einen unabhängigen Energieberater. Hinweis: alle gesetzlichen Interpretationen in diesem Bericht sind nach bestem Wissen gemacht und stellen keine Rechtssicherheit dar.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.