Experten raten zur Dacheindeckung mit Biberschwanz-Ziegeln

Angehende Bauherren oder Renovierer haben viele unterschiedliche Möglichkeiten, das Dach ihres Hauses erstmalig oder neu einzudecken bzw. eindecken zu lassen. Eine dieser Möglichkeiten findet sich in einer Eindeckung mit Biberschwanz-Ziegel. Die Namensgebung verdanken diese Ziegel tatsächlich ihrer Ähnlichkeit mit dem Schwanz eines Bibers, jenes deichbauenden Nagetiers. So ist das Charakteristikum eines Biberschwanz-Ziegels der Vorsprung, mit dem der Ziegel an der Dachlatte eingehängt wird. Während andere Dachziegel in der Regel drei- oder viermal überlappend befestigt werden, werden Biberschwanzziegel nur zweimal überlappt. Aufgrund der immer halbversetzten Ziegel sitzen sie auch selbst bei extrem steilen Dächern ohne eine zusätzliche Verankerung gut. Besonders beliebt sind die Biberschwanzziegel bei Bauherren, weil sie einen üblicherweise hochwertig verarbeitet sind und guten Schutz vor Regenwasser bieten. Da dieses mit einer langen Lebensdauer verbunden ist, nimmt so mancher gern in Kauf, dass sie im Vergleich zu anderen Dachziegel relativ teuer sind. Sicherlich interessant ist auch, dass Experten des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) Biberschwanz-Ziegel empfehlen. Das liegt daran, dass sie so verlegt werden, dass sie von Teilen der Nachbarziegel überdeckt werden. Wird also zum Beispiel der oberste Ziegel durch starke Hagelkörner zerstört und darunterliegende Schutzfolie zerreißen, so kann das Wasser noch über darunterliegende Ziegel ablaufen. Ein solches hört sich vielleicht ungewöhnlich an, aber wenn Hagelkörner fallen, können sie vom Wind unterstützt Fallgeschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometer erreichen. Wenn sie dann noch senkrecht fallen, ist der Aufprall am stärksten und so manche „gewöhnlichen“ Dachziegel sind schon durch einen Hagelsturm beschädigt worden. Ein solches kommt dabei im Süden Deutschlands öfters vor als im Norden. Das liegt daran, dass es in Deutschland verschiedene Hagelzonen gibt. So kommt das Wetterphänomen im Norden seltener und schwächer vor als im Süden. Das liegt vornehmlich an der Nähe zu den Bergen, die durch angestaute Luftmassen besonders starke Gewitter entstehen lassen können.

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