Farben

Das sollten Sie bei der Farbwahl beachten

 

1 — Neonfarben auf die feine englische Art

Die englische Interior-Designerin Abigail Ahern richtet Wohnungen mit typisch englischer Stilsicherheit und Mut zu Neuem ein. Sie beweist, dass es auch mit wenig Geld und viel Fantasie möglich ist, eine Wohnung aussergewöhnlich und stylish zu gestalten. Aherns Wohnungen werden immer wieder in den wichtigen internationalen Zeitschriften abgebildet als Trendobjekte und Inspiration. Ich finde, dieses Wohnzimmer zeigt so viele Ideen, und wenn diese auch sehr englisch sind, könnten einige davon durchaus auch in einer Schweizer Wohnung umgesetzt werden. Das warme Grau wird als sinnlicher Grundton eingesetzt, der den auffälligen Einzelstücken einen sicheren Boden gibt. So ist der Lacktisch in Neonpink das Herzstück dieses Raumes. Er bekommt einige Freunde mit lustigen Lampen. Das Sofa ist diskret, auch in Grau gehalten, und eine Wand ist mit einer Tapete bezogen, die ein Bücherregal als Trompe-l’Œil-Effekt zeigt. Anstelle von teurer Kunst hängt ein schöner Stoff aus den 50er-Jahren, auf einen Holzrahmen gespannt, über dem Sofa an der Wand (Bild über: Abigail Ahern). Noch mehr Ideen mit Neonfarben auf Sweet Home.

Neonfarben auf die feine englische Art

 

2 — Ultramarin, die coolste Wohnfarbe

Ultramarin ist das leuchtende Blau, das sich näher im Rot- als im Grünbereich befindet. Es strahlt und hat Kraft. In der Kunst wurde es oft eingesetzt, um das Gewand der Maria leuchten zu lassen. Zu Berühmtheit ist Blau in den monochromen Werken von Yves Klein gelangt. In den 80er-Jahren war es die Modefarbe Nummer eins. Claude Montana, ein Stardesigner dieser glamourösen Modedekade, hat es mit seinen breitschultrigen, raffiniert geschnittenen Kreationen zum Objekt der Begierde gemacht. Machen Sie eine Blaupause auf Sweet Home.

3 — Ein Bett in Pink

Ein Bett in Pink

Schlafen auf einer rosa Wolke wird mit dieser Farbidee zur Realität. Ein klassisches oder altes Bett wirkt auf einmal frisch, neu und funky. Lackieren Sie das Bett mit einer Kunstharzlackfarbe. Dafür das Holz mit Sandpapier anschleifen, weiss grundieren und danach pink anstreichen. Schön dazu passt Bettwäsche im gleichen Farbton. Lassen Sie die Farbe bei offenem Fenster gut trocknen, und schlafen Sie für einige Tage auf dem Sofa, denn Kunstharzfarbe leuchtet, glänzt und ist sehr robust – aber riecht am Anfang, besonders im nassen Zustand, sehr stark (Bild über: Bloesem). Noch mehr Farbideen auf Sweet Home.

4 — Die Wirkung der Farben

Helle Farben vergrössern, dunkle verkleinern. Eine Decke sollte nie in einer dunklen Farbe und immer einige Töne heller als die Wände gestrichen werden. Wenn die helle Deckenfarbe in den oberen Bereich der Wand gezogen wird, wirkt ein Raum grösser. Dunkle Farben wirken weniger dumpf, wenn sie glänzen. Glanz reflektiert Licht, und eine Farbe wirkt dadurch lebendiger. Die australische Farbfirma The Society Inc. hat einen sehr kreativen und inspirierenden Umgang mit Farbe. Ihre Farben haben auch Namen, die Lust zum Malen machen: Ikat, Samarkand, Atlas oder Moustache sind nur einige davon! Erfahren Sie, welche Farbe am besten in welchen Raum passt.

5 — Wohnen in Schwarz und Weiss

Haben Sie sich schon mal überlegt, weshalb alte Filmstars so glamourös wirken? Weil wir sie meist nur in Schwarzweissfilmen und auf ebensolchen Fotos sehen. Farben können kitschig wirken und, falsch eingesetzt, manchmal fehl am Platz sein – Schwarz und Weiss hingegen sind ein sicherer Wert und wirken immer elegant und edel. Schwarz und Weiss sind auch ein Kontrastprogramm, es zeigt die hellen und die dunklen Seiten, lässt Silhouetten, Formen und grafische Muster stark wirken und imitiert das Licht-Schatten-Spiel. Ein Trend, der nicht nur Mode macht, sondern auch einzieht.
Versuchen Sie es auch mal umgekehrt: dunkle Wände und weisse Möbel. Das wirkt sehr elegant und lässt auch schlichte Möbel, wie dieses einfache Ikea-Regal, edel wirken (Bild über: Nice Room). Noch mehr Schwarz-Weiss–Ideen auf Sweet Home.

6 — Die klassische Hassliebe zu Rosa

Wenn es um die Farbe Rosa geht, werden Klischees wahr. Männer finden sie schrecklich, und die meisten Frauen sind von ihr magisch angezogen. Hier stellt Sweet Home 10 Beispiele vor, die zeigen, weshalb Rosa eine Farbe zum Lieben und zum Hassen ist (Bild über: prettysimplelife).

7 — Grau gibt Wärme

Hier ist ein ganzer Raum in einem warmen Grauton gestrichen. Man erkennt deutlich, wie die verschiedenen Formen der Möbel, Lampen und Skulpturen stark zur Geltung kommen. Der Raum bekommt mit der neutralen Farbe ein Kleid, das heisst, er wirkt überhaupt nicht nackt, sondern stilvoll eingerichtet und strahlt Wohnlichkeit aus (Bild über Abigail Ahern). Lassen Sie sich von der elegantesten Wohnfarbe verführen.

8 — Weiss verbindet Welten

Modernes und Antikes, Design und Fundstücke, das Mischen von verschiedenen Elementen und Stilen ist angesagt und verleiht einer Einrichtung Persönlichkeit und Individualität. Damit Verschiedenartiges zusammenpasst, ist Weiss ein guter Vermittler, es harmonisiert und sorgt für Diskretion. Sehen Sie auf Sweet Home,warum wir gerne in Weiss wohnen.

9 — Einrichten mit blassen Tönen

Verschiedene Stile leben von hellen Tönen. Allen voran der schlichte, skandinavische Look, der hier diesem Arbeitszimmer Frische, Sauberkeit und Unkompliziertheit verleiht. Das Regal ist mit weissen Zeitschriftenordnern versehen, in denen die verschiedensten Dinge gesammelt und ordentlich aufbewahrt werden können. Die Holzbank wird mit pastellfarbenen Decken und Kissen gemütlich (Bild über: Yvestown). Entdecken Sie auf Sweet Home den vornehmen Charme der blassen Töne.

10 — Heisse Farben, ganz cool

Auch Puristen können sich für diese heissen Töne erwärmen. Denn gezielt eingesetzt und gekonnt kombiniert, wirken warme und starke Farben ganz schön cool. Der Designer Tom Dixon etwa hat für The Rug Company einen wirklich heissen Teppich entworfen. Beam heisst er und zeigt die warmen Farben der Seventies wie Discoscheinwerferkegel in dynamischem, geometrischem Dessin. Sonnengelb, Orange, Fuchsia, Olive und Schwarz: Farben, die nicht gerade mit Diskretion verbunden werden, passen supergut zu Retromöbeln aus den Vierzigern, Fünfzigern und Sechzigern. Diese praktischen, schlichten Holzmöbel und der glamouröse, farbige Teppich bringen sich gegenseitig stark zur Geltung.

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