Flüchtlingshilfe von Hausbesitzern

Die Nachrichten und Bilder der Flüchtlinge, die unter zum Teil dramatischen Bedingungen nach Deutschland gekommen sind und immer noch kommen, haben bei vielen Deutschen eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Dieses macht sich nicht nur in Sach- und Geldspenden sowie Hilfen vor Ort in den Flüchtlingsheimen bemerkbar, sondern so mancher Hauseigentümer trägt sich mit dem Gedanken, Flüchtlingen Wohnraum im eigenen Haus anzubieten. Wer dieses in die Tat umsetzen will, sollte dieses jedoch nicht auf eigene Faust machen, sondern seine Bereitschaft und den zur Verfügung stehenden Wohnraum der zuständigen Behörde melden. Diese findet sich zumeist in dem Sozialamt der Kommune. Wie sieht es dabei mit dem Abschluss eines Mietvertrages aus? Hier muss man unterscheiden, ob der oder die zukünftigen Mieter schon als asylberichtigt anerkannt sind oder noch nicht. Sofern der oder die Flüchtlinge, die man aufnehmen will, schon als asylberechtigt anerkannt sind, wird ein ganz normaler Mietvertrag mit den entsprechenden Rechten und Pflichten abgeschlossen. Hingegen sind bei noch nicht als asylberichtigt anerkannten Flüchtlingen sowie bei Flüchtlingen mit unklarem Status nur Verträge mit der zuständigen Kommune möglich. Eine Alternative ist es, wenn man den Flüchtlingen ein möbliertes Zimmer im privaten Eigenheim zur Verfügung stellen will. In diesem Fall hat man zwei Optionen, das heißt entweder mit oder ohne Mietvertrag. Wenn der Wohnraum kostenlos angeboten wird, sollte man aber zumindest mit der Kommune über eine Kostenübernahme für Heizung und Strom reden. Bei Mietwohnungen müssen Vermieter Untermietverträgen grundsätzlich zustimmen, das heißt dass die Tatsache, dass es sich dabei um Flüchtlinge handelt, dieses Recht des Vermieters nicht beeinflusst. Wie in allen anderen Vermietungsangelegenheit empfiehlt es sich bei der Absicht, Flüchtlingen Wohnraum anzubieten natürlich auch, die „neuen“ Mieter vorab kennen zu lernen. Hier ist ein Besuch in einem Flüchtlingsheim zu empfehlen. Allerdings ist hierbei ein großes Maß an Sensibilität und Zurückhaltung gefragt, denn letztendlich betritt man dort privaten Lebensraum.

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