Hauseigentümer sollten Rücklagen für Instandhaltungen bilden

Endlich keine Miete mehr zahlen! Auch dieses Argument verlockt so manchen, den Bau oder Kauf eines Eigenheims ins Auge zu fassen. Und wenn es dann soweit ist, ist natürlich die Freude groß. Aber wenn man dann das eigene Heim bezogen hat, denken die wenigsten daran, dass man gut daran tut, schon frühzeitig Geld für Instandhaltungen zurück zu legen, die mit großer Wahrscheinlichkeit irgendwann einmal auf einen Hausbesitzer zukommen. Gemeint damit sind nicht nur große Sanierungsmaßnahmen wie zum Beispiel der Austausch oder die Umrüstung einer Heizung (hier hat der Gesetzgeber vorgeschrieben, dass über 30 Jahre alte Heizsysteme auszutauschen sind), sondern auch eine Vielzahl kleinerer Reparaturen, die im Alltag üblicher Weise anfallen. Wenn man nicht handwerklich versiert ist und für jede kleine Reparatur einen Handwerker beauftragen muss, kommt hier so mancher Betrag zusammen, der die Haushaltskasse belastet. So richtig teuer kann es aber dann werden, wenn man anfänglich scheinbar kleine Reparaturen aufschiebt und sich diese dann summieren. Wenn zum Beispiel ein Dach zu lange undicht ist, dringt irgendwann einmal Feuchtigkeit in die darunter liegende Isolierung bzw. Dämmung ein. Diesen Tatbeständen hat der Gesetzgeber Rechnung getragen, indem er vorschreibt, dass Eigentümergemeinschaften von Mehrparteienhäusern dazu verpflichtet sind, Reparaturrücklagen zu bilden. Bei Eigenheimbesitzer fehlt jedoch eine solche Vorschrift. Man tut also gut daran, freiwillig eine solche Rücklage zu bilden. Wie hoch sollte eine solche sein? Hierzu gibt es eine Empfehlung des Bundesbau-Ministeriums. Hier richtet sich die empfohlene Rücklage nach Alter des Hauses. So sollte man zum Beispiel für bis zu 5 Jahre alte Häuser 4 Euro je Quadratmeter und Monat zurück legen, für bis zu 10 Jahre alter Häuser 6 Euro je Quadratmeter usw. Allerdings berücksichtigt das Ministerium dabei wohl nicht, dass gerade anfänglich nach einem Hausbau bzw. Hauskauf die monatlichen Belastungen durch den Hypothekenkapitaldient recht hoch sind und Rücklagen in dieser Höhe oft gar nicht gebildet werden können. Wenn man wirklich regelmäßig eine Rücklage bildet, so dürften 1 Euro pro Quadratmeter und Monat oftmals ausreichen.

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