Kaufvertrag über den Erwerb einer Immobilie

Ein Immobilen-Kaufvertrag sollte genau geprüft werden

Drum prüfe, wer sich ewig bindet! Sicher, in seinem Lied von der Glocke hat der große deutsche Dichter Friedrich Schiller nicht einen Kaufvertrag in Verbindung mit einem Hauskauf gemeint, sondern vielmehr eine geplante Hochzeit. Aber sinngemäß könnte man diesen Teil des Gedichtes auch auf einen Hauskauf übertragen, denn ein solcher eine Entscheidung, die sich für viele auf ihr ganzes Leben auswirkt. Demzufolge sollte der Kaufvertrag genau geprüft werden, bevor man diesen unterzeichnet. Ist der Vertrag erst einmal unterschrieben, so lassen sich Lücken oder Mängel im Vertrag in der Regel nicht mehr verändern. Worauf sollte man aber bei bzw. in einem Vertrag über den Erwerb einer Immobilie achten? Hierzu gehören im Wesentlichen folgende Punkte: die Höhe des Kaufpreises und dessen Fälligkeit, der Übergang des Besitzes, die Nutzen und Lasten an dem Grundstück (Klärung der Lastenfreiheit des Grundstückes oder gegebenenfalls einer Schuldenübernahme) sowie gegebenenfalls den Übergang bestehender Versicherungen auf den Käufer. Darüber hinaus müssen aber geklärt sein, ob eventuell bestehende Mietverhältnisse auf den Käufer übergehen. Weiterhin sind auch Altlasten des Grundstückes genauso wichtig wie Mängel der Immobilie. Bei der Prüfung dieser Punkte ist man jedoch nicht allein gelassen, denn der Kaufvertrag über den Erwerb eine Immobilie wie Haus, Eigentumswohnung und Grundstück muss notariell beurkundet werden. Erst nach der Beurkunden des Kaufvertrags und Eintritt der darin vereinbarten Bedingungen erfolgt die Eintragung dieses Eigentumsübergangs in das Grundbuch, mit der dann der Käufer Eigentümer der Immobilie wird. Dabei ist der jeweilige Notar per Gesetz verpflichtet alle Vertragsparteien über mögliche Risiken zu belehren.

Die Zeit vor dem Notartermin gut nutzen

Trotzdem empfiehlt es sich, sich den Entwurf des Kaufvertrages vorab zukommen zu lassen und dann auch selbst genauestens zu prüfen. Es hat sich auch schon oft bezahlt gemacht, im Zweifel den Vertrag durch einen auf Immobilienrecht spezialisierten Anwalt prüfen zu lassen, auch wenn dieses noch mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Hier ist auf jeden Fall die Zeit zu nutzen, die vor einer Beurkundung verbleibt. Im Notfall sind dieses noch zwei Wochen, denn der Käufer muss den Vertrag zwei Wochen vor dem Beurkundungstermin erhalten.