Lampen und Leuchten

Einmaleins der Lichtplanung für das eigene Heim

10 Tipps zur richtigen Lichtgestaltung

 

Eine optimale Beleuchtung im eigenen Heim schafft Wärme und Behaglichkeit und vermittelt ein Klima des Wohlbefindens. Was kann es in unserer oftmals hektischen Zeit wohl Schöneres geben, als nach einem anstrengenden Tag in sein Heim zurück zu kehren und umhüllt von einem angenehmen Licht den Tag ausklingen zu lassen? Dabei ist eine Lichtgestaltung in den einzelne Zimmer relativ einfach, wenn man die Funktion der jeweiligen Räume berücksichtigt. So kann zum Beispiel indirektes und gedämpftes Licht ein Schlafzimmer in eine wahre Wohlfühl-Oase verwandeln, in einem Arbeitszimmer ist wiederum direktes und helles Licht erforderlich. In der Küche sind ein gutes Raumlicht sowie ein optimales Zonenlicht erforderlich.

Im Badezimmer hingegen empfiehlt es sich, ein gerichtetes Raumlicht anzubringen, das einen bestimmten Platz gut ausleuchtet. In einem Kinderzimmer ermöglichen differenzierte Lichtquellen die vielfältigen Aktivitäten, die in einem solchen üblich sind. Das Licht für den Essbereich hat üblicherweise zwei Funktionen zu erfüllen. Einerseits sollte man genau sehen können, was auf den Tisch kommt, andererseits soll das Licht für ein gemütliches Ambiente sorgen. So gilt es nur den Tisch direkt anzustrahlen, während sich die Stühle in einem gedämpften Streulicht befinden. Wesentlich schwieriger ist die Lichtgestaltung allerdings im Wohnzimmer, da dieses zumeist den Mittelpunkt eines Heimes darstellt. Hier wird entspannt, geplaudert und erzählt, es wird gelesen oder man schaut fern und empfängt ab und an auch Gäste. Auch die moderne Kommunikations-Technologie hat in vielen Heimen schon Einzug in das Wohnzimmer gehalten. So wird es sicherlich verständlich, dass bei dieser Vielzahl der unterschiedlichen Aktivitäten auch verschiedene Anforderungen an die Beleuchtung im Wohnzimmer gestellt werden. Demzufolge muss eine Beleuchtung zweckmäßig und den verschiedenen Aktivitäten angepasst sein. Allerdings darf dabei das besondere Ambiente, das ein gemütliches Wohnzimmer ausmacht, nicht verloren gehen. Es ist also schnell erkennbar, dass es für den Einsatz von Lichtquellen für jedes Zimmer unterschiedliche Regeln gibt. Trotzdem gibt es einige Grundregeln, die gleichermaßen für alle Räume gelten und unbedingt beachtet werden sollten.

Um welche es sich dabei handelt, verraten die nachfolgenden 10 Tipps und Anregungen.

 

eine vielzahl von lampen zum einsatz bringen

1. Eine Vielzahl von Lampen zum Einsatz bringen

Deckenlampen gehören zur Grundausstattung eines jeden Zimmers. Ihr klassischer Vorteil liegt darin, dass sie von der Zimmerdecke aus das Licht gleichmäßig verteilen, ein Faktor der für fast alle Zimmer seine Geltung hat.

In einem Wohnzimmer sorgen sie allerdings nur in den seltensten Fällen für eine gemütliche Atmosphäre. Da man aber zumeist nicht auf eine Deckenlampe verzichten mag, sollte diese von Wand-, Steh- und Tischleuchten flankiert werden. Für alle Zimmer gleichermaßen gilt als Faustregel, dass bei einer Größe von 20 Quadratmeter mindesten drei verschiedene Lampen zum Einsatz kommen sollten. Ein gelungener Mix aus drei verschiedenen Quellen führt zu einer idealen Beleuchtung. Jedoch sollte man von vorn herein darauf achten, dass die häufigsten Blickrichtungen mit einbezogen werden. So vermeidet man späteren Ärger über unangenehme Reflexblendungen.

2. Für indirekte Beleuchtung sorgen

Für eine angenehme Ausblendung der Lichtquellen empfiehlt es sich, für eine indirekte Beleuchtung zu sorgen. Niemand empfindet es als angenehm von einem starken Licht geblendet zu werden, wenn man einen Raum betritt. Das Geheimnis eines „gemütlichen“ Lichts liegt im Verborgenen, also in Form einer indirekten Beleuchtung, bei der die Lichtquelle nicht zu sehen ist. Bei einem Wohnzimmer allerdings ist es nicht sinnvoll, den gesamten Raum indirekt zu beleuchten. Zwar wirken dekorative Elemente besonders gut wenn sie indirekt beleuchtet werden, aber funktionelle Elemente wie zum Beispiel Couch oder Wohnzimmertisch sollten direkt beleuchtet werden.

3. An dimmbares Licht denken

Manche Menschen schwören, dass mit dimmbarem Licht bestimmte zwischenmenschliche Gefühle hervor gerufen werden können. Ob das wirklich so ist, muss sicherlich jeder für sich selbst herausfinden, aber unbestritten dürfte sein, dass dimmbares Licht die einfachste Form ist, um mit einer Beleuchtung veränderbare Stimmungen zu erzeugen.

für dimmbares licht sorgen

Allerdings sollte man nicht nur an Lampen denken die dimmbar sind, sondern auch an Lampen, die darüber auch verstellbar sind. Unter dem Motto, dass Kontraste einen Raum interessant machen, gilt es die richtige Mischung aus direktem, indirektem, punktuellem und gestreutem Licht zu finden. Dabei ist es besonders wichtig, dass alle Lampen getrennt voneinander schaltbar sind, so dass man auch hier variieren kann.

4. Wandleuchten nicht zu tief platzieren

Wandleuchten vermögen es, einen Raum mit einem warmen Licht zu versehen. Richtig ausgewählt können dabei Wandleuchten ein dekorativer Blickfang sein. So kann bei Wandleuchten nicht nur der praktische Nutzen im Vordergrund stehen, sondern oft auch das Ambiente, das sie verleihen können. Je nach Bauart gibt es sie als Down-Light, Up-Light oder in kombinierter Form.

Wandleuchten niemals zu tief platzieren

Bei Down-Lights handelt es sich um Lichtquellen, die ihr Licht nach unten richten, bei Up-Lights ist es umgekehrt. Wandleuchten sollten allerdings nicht zu tief platziert werden, damit eine direkte Blendung vermieden wird. Als Faustregel gilt hier eine Höhe von 1,80 m.

5. Raumbesonderheiten optisch hervorheben

Jeder Raum hat seinen eigenen Charakter, der in der Regel durch seine Bewohner geschaffen wird. So lieben zum Beispiel manche Menschen in einem Wohnzimmer und in einem großen Flur Besonderheiten wie zum Beispiel Säulen, Bögen oder Deckenbalken. Diese verdienen es, auch besonders hervorgehoben zu werden. Ein solches gelingt, wenn man sie zum Mittelpunkt von Lichtinseln macht. Wenn es sich dabei um warmes und weiches Licht handelt, so vermögen es dieses Lichtinseln gleichfalls, den Raum größer erscheinen lassen.

6. Bewusst Licht-Akzente setzen

Bei manchen Zimmern bietet es sich an, bewusste Akzente zu setzen. Warum also nicht eine Vitrine, ein Bild oder ein Buchregal mit einer Beleuchtung zu akzentuieren? Durch solches bekommt ein Raum Struktur und wirkt lebendig. Um dieses wirkungsvoll zu erreichen ist es allerdings wichtig, dass sich diese kleinen Lichtinseln deutlich von der Grundbeleuchtung des Zimmers abheben.

bewusst lichtakzente setzen

Allerdings sollten die Lichteffekte nicht zu hell sein, um das oft sorgsam zusammengestellte Licht in einem Zimmer nicht in ein Ungleichgewicht zu bringen.

7. Warmes oder kaltes Licht?

Wenn es gilt, eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen, dann spielt die auch die Lichtfarbe eine wichtige Rolle. So gelingt ein entspannendes Ambiente mit einem warmen Licht, also einem Licht, das durch eine niedrige Farbtemperatur, auch Lichtfarbe genannt, gekennzeichnet ist. Umgekehrt ist ein kaltes Licht (Licht mit einer hohen Farbtemperatur) in der Regel nur für einen Arbeitsbereich geeignet. Die Farbtemperatur selbst wird in Kelvin ausgedrückt. Ein weiß-warmes Licht liegt in dem Bereich zwischen 2700 und 3300 Kelvin. Je höher dann der Kelvin-Wert ist, desto kühler erscheint der Raum.

8. Beleuchtungsqualität ist wichtig

Die Anforderungen an die Beleuchtungsqualität und damit die Helligkeit sind individuell unterschiedlich. Grundsätzlich ist sicherlich niemandem daran gelegen, seine Räume mit Flutlicht auszustatten, aber die Beleuchtungsqualität ist wichtig für gutes Sehen. So benötigen zum Beispiel ältere Menschen aufgrund ihrer nachlassenden Sehleistung deutlich mehr Licht als junge Menschen. Auch sind ältere Menschen gegenüber Blendungen wesentlich empfindlicher als jüngere Menschen. Eine Blendung entsteht häufig dann wenn es im Blickfeld Zonen mit hoher Leuchtdichte gibt, das Umgebungslicht hingegen wesentlich schwächer ist.

9. Auch die Beleuchtungsstärke ist wichtig

Bei dem Einsatz von Leuchtmitteln sollte unbedingt auf die Beleuchtungsstärke geachtet werden. Eine solche wird in der Einheit Lux (lx) angegeben. Lux beschreibt die Lichtmenge, die auf eine Fläche trifft. So steigt die Helligkeit mit dem Wert der Luxzahl. Für ein Wohnzimmer sind in der Regel 100 – 200 Lux durchaus ausreichend, für einen eine Diele oder ein Treppenhaus sind 40 bis 50 Lux schon sehr hell. Zum Vergleich hierzu: eine Bürobeleuchtung hat zumeist eine Beleuchtungsstärke von 500 Lux, ein strahlender Sonnentag ohne Wolken hingegen ca. 100.000 Lux.

10. Mit richtigen Leuchtmitteln Strom sparen

Da eine optimale und zugleich schöne Beleuchtung in den Wohnbereichen im Wohnzimmer oft nur durch mehrere Leuchten erzielt werden kann, stellt sich schnell die Frage nach energieeffizienten Leuchtmitteln. Um Strom zu sparen ist dieses im Vergleich zu herkömmlichen Glühlampen mit Halogen-, Energiespar- und Kompaktleuchtstofflampen oder mit LEDs schnell möglich. So liegt der Einsparfaktor bei Halogenlampen etwa bei 25 Prozent, der von Energiesparlampen bei ca. 80 Prozent und bei LEDs sogar bei 90 Prozent. Hinsichtlich ihrer Formvielfalt, Helligkeit und Lichtfarbe ist die Technik dieser Leuchtkörper mittlerweile so ausgereift, dass diese der von herkömmlichen Glühbirnen kaum noch nachsteht.

mit richtigen Leuchtmitteln Strom sparen

So sind zum Beispiel Niedervolt-Hologenlampen ein guter Kompromiss zwischen Wirtschaftlichkeit und Lichtqualität. Halogenlampen besitzen hingegen ein brillantes Licht, können gedimmt werden und sind längst auch als ECO-Ausführungen am Markt. Auch LED-Leuchtmittel werden mittlerweile oft in einem Wohnzimmer eingesetzt. Diese sind besonders effizient, langlebig und bieten hervorragende Lichteigenschaften.
Fazit: Wenn man die vorgenannten Tipps berücksichtigt bzw. umsetzt, so hat man schnell Räume geschaffen, deren Beleuchtungen zum Verweilen einladen. Erst eine richtige Beleuchtung lässt Behaglichkeit aufkommen und schafft die Wohnlichkeit, die zu einem Wohlfühlfaktor führt.

weitere nützliche Quellen:

Verzeichnis aller namhaften Markenhersteller – http://www.leuchten-lukassen.de/marken-designer/

The Best Tables, Chairs, Lights: Innovation and Invention in Design Products for the Home

https://books.google.de/books

Menu Title