Wenn Grund und Boden verseucht ist

Vorsicht beim Grundstückskauf

Wenn Grund und Boden verseucht ist

Dass jeder angehende Bauherr gerne ein besonders günstiges Grundstück haben möchte, ist durchaus verständlich. Allerdings muss man hier Vorsicht walten lassen, denn die Grundstückspreise steigen seit Jahrzehnten unaufhaltsam. Warum sollte also für einen Verkäufer ein Grund bestehen, gerade sein Grundstück besonders günstig anzubieten? Ein Grund könnte beispielsweise darin liegen, dass der Boden mit Giftstoffen kontaminiert ist und dadurch der Grund verseucht ist. Wenn ein solches der Fall ist, dann kann die Sanierung sehr teuer werden und für den Käufer ein Vielfaches des Betrages ausmachen, den er beim Grundstückkauf gespart hat. In der Regel muss das Erdreich großflächig abgetragen und entsorgt werden. Alternativ kann auch das kontaminierte Erdreich vor Ort behandelt werden. In einem solchen Fall müssen die Schadstoffe mittels chemischer oder physikalischer Methoden herausgefiltert werden.

Verursacherprinzip greift oft nicht

Zwar ist der Alteigentümer verpflichtet, den Kaufinteressenten über schwere Mängel zu informieren. Verschweigt er ihm bekannte Tatsachen, kann eine arglistige Täuschung vorliegen, die zum Schadensersatz verpflichtet oder sogar zur Rückabwicklung des Kaufvertrags führen kann. Allerdings kann der Verkäufer zu diesen Folgen nur gezwungen werden, wenn ihm der Mangel, also in diesem Fall die Verseuchung des Grundstücks, auch tatsächlich bekannt war. Die Beweispflicht hierfür liegt allerdings beim Käufer und dieser nachzukommen ist sehr oft schwierig. Gegebenenfalls droht ein langes Gerichtsverfahren mit ungewissem Ausgang.
Einblick in das Altlastenkataster nehmen

Vorsicht ist also geboten, wenn auf dem Grundstück früher eine Mülldeponie betrieben wurde oder auf ihm früher eine Fabrik oder Tankstelle stand. Auf jeden Fall ist es ratsam, auf einen Kauf zu verzichten, wenn das Grundstück zu einem Preis angeboten wird, wenn dieser weit unter dem ortsübliche Preis liegt. Wenn man sich aber trotzdem auf den Kauf einlassen will, dann sollte man vorab Einblick in das Altlastenkataster nehmen. In diesem sind sowohl Grundstücke mit Altlasten verzeichnet als auch Altlasten-Verdachtsfälle. Allerdings nur die Verdachtsfälle , die den jeweiligen Bezirksregierungen auch tatsächlich vorliegen. Endgültige Sicherheit kann nur eine Bodenuntersuchung bieten. Auch ist es ratsam, im notariellen Kaufvertrag zu vereinbaren, dass der Verkäufer im Falle des Vorhandenseins von Altlasten für die Sanierungskosten aufkommt, sagt die Firma PROFI PARTNER ®

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